Deine Tattoo Vorbereitungen

Alles fängt mit der richtigen Vorbereitung an.

Folgende Hinweise haben wir für Dich:

Wir tätowieren unter 18-jährige NUR in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.

Der eigene Ausweis muss auch vorgelegt werden!


Sollten Tattoo-Termine weniger als 48 Stunden vorher abgesagt werden,
verfällt die geleistete Anzahlung.

Sollte ein Tattoo-Termin vor 48 Stunden vorher abgesagt werden, 

werden 20,-€ für die Bearbeitung der Vorlagen einbehalten.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Einen festen Tattoo Termin bekommt Ihr bei uns gegen eine Anzahlung! 
Ab einem Betrag von 200,-€ nehmen wir 25%!
Bei Tattoos mit einem Betrag unter 200,-€ nehmen wir eine Anzahlung von 50,-€

Bitte versuche einen Termin im Urlaub zu finden,

wenn Du an deinem Arbeitsplatz

mit einer oder mehreren dieser Sachen in Kontakt kommst:

Schmutz, Staub (z.B. Mehl, Zement, Gips, Schutt),

(Fremd)Blut, Schmiermittel, Öl, säurehaltige Dämpfe,

hohe Temperaturen, Chlorwasser oder aggressiven Chemikalien.

 

Plane Deinen Termin bitte so,

dass Du nach dem Eingriff keine für das Tattoo

schädlichen Aktivitäten unternimmst

(z.B. Urlaub in der Sonne, Marathon, Umzug, etc.).
Sollten Tattoo-Termine weniger als 48 Stunden voher abgesagt werden,
verfällt die geleistete Anzahlung.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Halte Informationen bereit über eventuelle Allergien

(Allergiepass) oder ansteckende Krankheiten

(HIV, Hepatitis, etc.), da beim tätowieren

eine Wunde entsteht aus der Blut austreten kann.

 

Um eventuellen Kreislaufproblemen vorzubeugen,

solltest Du satt, ausgeschlafen, entspannt

und vor allem nüchtern (kein Alkohol, Drogen, etc.)

zum Termin kommen.

 

Bei Schwangerschaft, Diabetes, Epilepsie,

Hämophilie solltest Du vorher unbedingt mit uns sprechen,

damit wir das Risiko gemeinsam abwägen können.

 

Wenn Du sehr schmerzempfindlich bist,

dann können wir mit einer Betäubungssalbe gegensteuern.

Falls Du das in Anspruch nehmen möchtest,

dann spreche uns bitte rechtzeitig darauf an.

 

Trotz Desinfektionsmittel bedeuten Schweiß

und Schmutz auf der Haut auch immer Bakterien.

Nach Möglichkeit solltest Du unbedingt frische Wäsche tragen

und geduscht sein.
 

Ein paar Informationen zum Thema Tattoos

 

Wegen der vielfältigen und über den ganzen Erdball verstreuten Hinweise kann davon ausgegangen werden, dass sich die Sitte des Tätowierens bei den verschiedenen Völkern der Erde selbständig und unabhängig voneinander entwickelt hat. Im Norden Chiles wurden 7000 Jahre alte Mumien gefunden, die Tätowierungen an Händen und Füßen aufwiesen. Die Gletscher-Mumie Ötzi trug vor über 5000 Jahren mehrere Zeichen, die mit Nadeln oder durch kleine Einschnitte unter die Haut gebracht worden waren.

Besonders aufwändige und großflächige Tätowierungen sind von den eisenzeitlichen Skythen, einem Reitervolk der russischen Steppe und des Kaukasus und aus der Pazyryk-Kultur im Altai bekannt. Dies scheint die häufig vertretene These zu widerlegen, dass die Sitte des Tätowierens ursprünglich aus Südwestasien stamme, sich von dort über Ägypten nach Polynesien und Australien ausgebreitet habe und schließlich nach Nord- und Südamerika weitergetragen wurde. In seiner rituellen Bedeutung ist es in Mikronesien, Polynesien, bei indigenen Bevölkerungen und z. B. auch den Ainu und den Yakuza (Japan) verbreitet.

 

Das Alte Testament verbietet die Tätowierung, wohl wegen der Verbindung mit dem Atargatis-Kult. „Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der Herr.“ (3. Mose 19,28). Tätowierungen waren jedoch bei einigen frühchristlichen Sekten üblich.

Nach Strabo (Geographica) tätowierten sich die Carni, ein keltischer Stamm der österreichischen Alpen. Laut Herodian (III, 14) tätowierten sich auch die Thraker. Nach Caesar bemalten sich die Pikten auf dem Gebiet des heutigen Schottland (daher der Name), eine Tätowierung erwähnt er nicht.

Tätowierungen können sehr unterschiedliche Funktionen und Bedeutungen haben. Die Literatur nennt Funktionen alsMitgliedszeichen, rituelles oder sakrales Symbol, Ausdrucksmöglichkeit für Abgrenzung (siehe auch Bourdieu) und Exklusivität, Mittel zur Verstärkung sexueller ReizeSchmuckProtest (Punk) und nicht zuletzt die der politischenStellungnahme.

 

Religion und Taetowierung

Bis 1890 wurden in Bosnien katholische Mädchen tätowiert, um einen Übertritt zum Islam zu verhindern. Armenische Christen hielten die Tradition der Pilgertätowierung bis zum 1. Weltkrieg bei. So lange wurde diese Form der Markung in Jerusalem angeboten. Koptische Christen in Ägypten tragen noch heute ein Kreuz an der Innenseite des rechten Handgelenkes, um sich vom Islam zu distanzieren. Trotz Verbotes zieht die Nachfrage nach Tattoos heute auch viele Christen an, die mit auftätowierten Kreuzen, Herzen, Engeln, dem Namen Jesu oder den gefalteten Händen Dürers zeigen wollen, dass ihnen der Glaube an Gott unter die Haut geht.

Permanent Make-up

Eine Sonderform ist das sogenannte Permanent Make-up, bei dem die Konturen von z. B. Augen, Lippen usw. hervorgehoben bzw. nachgezeichnet oder schattiert werden. So lassen sich auch Operationsnarben kaschieren oder ein Brustwarzenhof rekonstruieren.

Gesellschaftliche Bedeutung in Japan

 

 

Eine sehr lange Tradition haben Tätowierungen (jap. Irezumi) in Japan. Die Anfänge der Tätowierung in Japan liegen vermutlich bei den Ainu. Zu Beginn der Edo-Zeit (1603–1868) waren Tätowierungen unter anderem bei Prostituierten und Arbeitern sehr beliebt. Ab 1720 wurde die Tätowierung als eine Art Brandmarkung für Kriminelle eingesetzt, weshalb sich „anständige“ Japaner nicht mehr tätowieren ließen. Wer als Krimineller gezeichnet war, konnte sich nicht mehr in die Gesellschaft eingliedern, was zur Bildung einer eigenen Schicht führte: den Yakuza. Unter der Meijiregierung wurde 1870 diese Praxis abgeschafft und Tätowierungen komplett verboten, was erst 1948 aufgehoben wurde.

Obwohl stilistisch sehr einheitlich, gibt es eine große Vielfalt an Motiven, die oft der Mythologie entnommen sind, wie Drachen oder Dämonen, die häufig aus Sagen stammen und eine ganze Geschichte erzählen. Oder es gibt Symbole wie Kirschblüten (Schönheit und Freude, aber auch Vergänglichkeit) und Kois (Erfolg, Stärke und Glück). Ein Stil mit blutigen und grausigen abgehackten Köpfen entwickelte sich, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Gruselgeschichten in Japan äußerst populär wurden. Eine japanische Sitte ist es, sich zeitlebens von einem einzigen Künstler tätowieren zu lassen; oftmals entstehen daraus über Jahre hinweg großflächige Gemälde auf dem ganzen Körper, die schließlich vom Künstler signiert werden.

Tätowierungen sind in Japan noch immer stigmatisiert und werden oft als Verstrickung ins kriminelle Milieu interpretiert. Sie sind noch immer ein wichtiger Bestandteil der Yakuza-Kultur (vor allem die den kompletten Torso einnehmenden, sogenannten Bodysuits). In manchen öffentlichen Bädern wird Menschen mit großflächigen Tätowierungen der Eintritt verweigert. Aber ebenso wie im Westen werden Tätowierungen gerade bei jungen Japanern immer beliebter und dadurch einer breiteren Gesellschaftsschicht vertraut. Heutzutage gibt es in Japan viele weltweit bekannte Tätowierer (zum BeispielHoriyoshi III), die ihr Können an ihre Schüler weitergeben. Andererseits geht durch die Tatsache, dass die Yakuza mittlerweile verboten ist, die Verbreitung von Tätowierungen unter Gangmitgliedern zurück, da diese keine Aufmerksamkeit wecken wollen. Somit löst sich in Japan die Verbindung zwischen Kriminalität und Tätowierung.

In letzter Zeit erfreuen sich auch in westlichen Kulturen Tätowierungen im japanischen Stil wachsender Beliebtheit.

Gesellschaftliche Bedeutung in der westlichen Welt

 Tätowierungen hatten ursprünglich im Westen das Stigma des Matrosen oder Sträflings, erfreuen sich aber spätestens seit den 1990er Jahren größerer Beliebtheit. Was vorwiegend als Ausdruck einer Jugendkultur, die auch Piercing und Brandingbeinhaltet, begann, ist heute in breiten Gesellschaftsschichten vorzufinden. Zahlreiche Prominente, die sich öffentlich mit Tätowierungen zeigten, trugen zu einer zunehmenden Akzeptanz bei. Dennoch werden Tätowierungen nach wie vor auch als Code und Sprache innerhalb krimineller Banden verwendet. So sind beispielsweise unter Anhängern der russischen Gruppe Diebe im Gesetz den tätowierten Motiven begangene Straftaten, abgesessene Gefängnisjahre oder die Hierarchie innerhalb der Gruppe zu entnehmen.

In Deutschland sind unter Häftlingen bzw. ehemaligen Häftlingen auch Spinnen die am Hals oder Hinterkopf getragen werden, Tränen an den Augenrändern oder drei Punkte Zwischen Daumen und Zeigefinger gelegentlich anzufinden.

Kinder nutzen Klebebilder, die sich leicht wieder entfernen lassen, aber unter dem Begriff Tattoo oder Tätowierung firmieren. Analog dazu finden sich auch sogenannte Hennatätowierungen, die nicht in die Haut gestochen sondern aufgemalt werden. Hier wird nur die Hornschicht der Oberhaut eingefärbt. Da diese verhornten Zellen kontinuierlich abschuppen, verschwindet die vorgebliche Tätowierung nach einigen Wochen.

Diese Entwicklung zeigt die Annäherung des Tätowierens an den Mainstream, ermöglicht sie doch eine Tätowierung als Modeaccessoire. Auch die Bio-Tätowierung verschwindet angeblich nach einigen Jahren von selbst, weil nicht so tief gestochen wird. In Wirklichkeit geschieht das aber nur sehr selten, wenn überhaupt, da es quasi unmöglich ist, so genau zu arbeiten, dass weder zu flach (die Tätowierung verschwindet schon während der Heilung) noch zu tief (die Tätowierung bleibt) gestochen wird. Mindestens Teile oder ein Schatten der Tätowierung bleiben zumeist erhalten. Daher wird von seriösen Tätowierern davor gewarnt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat eine Tätowiererin zur Zahlung von Schadensersatz und Schmerzensgeld verurteilt, weil sie der Kundin zugesichert hatte, das Bio-Tattoo würde nach drei bis sieben Jahren verschwinden - was nicht geschah. (7 U 125/08)

Motive, Stil und neue Trends

 Waren Anfang des 20. Jahrhunderts Tätowierungen fast nur bei Seeleuten, Soldaten, Angehörigen der Unterwelt oder Häftlingen zu sehen, so entwickelte sich in den späten 1980er Jahren wieder ein gewisser Modetrend zu Tattoos. Vor allem gewisse Musikszenen machten Tätowierungen zu einem Bestandteil ihrer Subkultur.

In den 1990er Jahren erfuhren Tätowierungen einen wahren Modetrend. Vor allem sogenannte Tribal-Tattoos erlebten hier ihre Hochblüte. Tribals (oder auch Irban genannt) fanden in verschiedensten Formen den Weg unter die Haut. Unter der scherzhaften Bezeichnung Arschgeweih war vor allem bei weiblichen Trägerinnen häufig ein auf dem Steiß platziertes Tribal-Tattoo zu finden.

Ende der 1990er-Jahre gab es in der Tattoo-Szene einen Trend zu sog. Old-School-Motiven. Dies sind Motive, die ihren Ursprung häufig in alten Seemannstätowierungen haben. Beispiele für Motive dieses Genres sind Sterne, Schwalben, Anker oder Herzen.

Einen weiteren Trend stellen sogenannte Geek- oder Nerd-Tattoos dar. Die Motive stammen in der Regel aus dem akademischen oder Computerbereich und spiegeln die wachsende Popularität von Geekstyle und Nerdcore wider.

Kunst

Die US-amerikanische Künstlerin Shelley Jackson arbeitet derzeit an einem Kunstprojekt namens "The skin project". Sie hat eine Kurzgeschichte von 2095 Wörtern verfasst, welche nicht gedruckt wird, sondern Freiwillige lassen sich jeweils ein Wort der Geschichte tätowieren.

Professor Timm Ulrichs hat in den Jahren 1975 - 1977 in Zusammenarbeit mit den Tätowierern Manfred Kohrs (Hannover) und Horst H."Samy" Streckenbach (Frankfurt/Main) einige künstlerische Projekte erstellt. Ulrichs hat mit traditionellen Tätowiermotiven auf Leinwand gearbeitet, aber auch als "Totalkünstler" selbst mit der Tätowierei experimentiert. Kohrs und Streckenbach haben in den siebziger Jahren daran gearbeitet die deutschen Tätowierer in die künstlerische Szene einzuführen; auch um dem Berufsstand den Habitus des "halbseidenen" zu nehmen, der in diesen Jahren noch extrem vorhanden war.